Parkfriedhof

Als sich 1835 andeutete, dass der Friedhof im Englischen Garten zu klein wird für die aufstrebende Residenzstadt, begann die Stadt Meiningen im Osten einen neuen Friedhof anzulegen. 1880 wurde die ursprünglich als schlichter Friedhof angelegte Begräbnisstätte durch die Meininger Hofgärtner aufwendig umgestaltet und ist heute einer der schönsten Parkfriedhöfe Deutschlands.

Heute prägen geschwungene Wege und Alleen mit einem alten Baumbestand, zahlreiche Grablegen berühmter Persönlichkeiten und Denkmäler das Bild des Parkfriedhofs. So fanden viele Mitglieder des Hauses Sachsen-Meiningen hier ihre letzte Ruhe, darunter der Theaterherzog Georg II., seine Frau Helene und seine Söhne Friedrich und Ernst.

Auch die Grabstätten vieler Künstler wie dem Regisseur Max Grube oder dem Intendanten Ludwig Chronegk finden sich hier. Daneben existieren auf der Anlage unzählige mit aufwendigen Skulpturen und Inschriften gestaltete Grablegen wohlhabender Familien, Unternehmer und Bankiers aus dem 19. Jahrhundert.

Der Parkfriedhof ist über das neugotische Eingangsportal an der Berliner Straße und viele Nebeneingänge zu erreichen. Neben dem Eingangsportal besaß der Friedhof bis 1945 ebenfalls eine reich gestaltete neugotische Kapelle und ein Krematorium. Beide Gebäude wurden bei den Luftangriffen auf Meiningen zerstört. Das Krematorium wurde in klassizistischer Bauweise wiederaufgebaut.

Jüdischer Friedhof

Am Nordrand des Parkfriedhofes befindet sich der jüdische Friedhof Meiningen. 1866 erwarb die Israelische Kultusgemeinde Meiningen das Grundstück und legte dort einen Friedhof an. Nach den jüdischen Bräuchen entsprechend wurde der Friedhof ursprünglich ohne Bäume angelegt. Auch Grabschmuck gibt es nicht. Das viele Grabsteine auf dem Friedhof ähnlich aussehen, ist im jüdischen Glauben begründet.

Da im Tode alle Menschen gleich sind, hat man auf jüdischen Friedhöfen lange Zeit nur gleiche Grabsteine angelegt. Auch auf dem jüdischen Friedhof in Meiningen fanden viele berühmte Meininger Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe. So der Landesrabbiner von Sachsen-Meiningen und der Schauspieler und Intendant Ludwig Chronegk. Im Mittelpunkt der Grabanlage befindet sich die Ruhestätte des Meininger Bankiers Gustav Strupp und seiner Frau Fanny.
Der Friedhof hat die Zeit des Nationalsozialismus glücklicherweise unbeschadet überstanden. Schäden erlitt er allerdings bei den Luftangriffen auf Meiningen. Heute ist der Friedhof ein wichtiger Teil der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Meiningen und dient auch als Ruhestätte jüdischer Meininger Bürger, die in Konzentrationslagern ermordet wurden.

Auch nichtjüdische Männer werden gebeten, aus Achtung vor den jüdischen Bräuchen auf einem jüdischen Friedhof ihren Kopf zu bedecken. Der Zugang zum jüdischen Friedhof erfolgt über den Parkfriedhof.

Alle Sehenswürdigkeiten auf einem Blick

Staatstheater

Meiningen und sein Staatstheater sind untrennbar miteinander verbunden. Genießen Sie die weltweit bekannte Meininger Theaterkultur.

Schloss Elisabethenburg

Tauchen Sie ab in die Geschichte des Herrscherhauses Sachsen-Meiningen und besuchen Sie das Museum im Schloss und das herrschaftliche Turmcafé.

Schloss Landsberg

Das ehemalige Lustschloss der Herzöge von Sachsen-Meiningen thront auch heute noch majestätisch über der Region.

Dampflokwerk

Das letzte große Instandhaltungswerk für Dampflokomotiven im westlichen Europa. Bestaunen sie die Dampfrösser bei einer Werksführung hautnah.

Sehenswürdigkeiten in und um Meiningen, sind immer eine Reise und einen Blick hinter den Kulissen wert.

Stadtkirche

Im Laufe der Jahrhunderte veränderte die Stadtkirche oft ihre Erscheinung. Heute dominiert sie weithin sichtbar den Marktplatz.

Theatermuseum "Zauberwelt der Kulisse"

Schauen Sie hinter die Kulissen der Meininger Theatergeschichte.

Literaturmuseum Baumbachhaus

Machen Sie Bekanntschaft mit dem einstigen Hausherren Rudolf Baumbach und vielen weiteren berühmten Schriftstellern Meiningens.

Goetz-Höhle

Entdecken Sie die einzige erschlossene und begehbare Kluft- und Spaltenhöhle Europas und lassen Sie anschließend den Blick über die Stadt schweifen im höchsten Biergarten Meiningens.

Märchenhöhle

Entdecken Sie und ihre Kleinen Szenen aus den beliebtesten deutschen Märchen dort, wo einst unter schwierigsten Bedingungen Sand gefördert wurde.

Büchnersches Haus

Das älteste datierte Fachwerkaus der Stadt demonstriert eindrücklich die fränkische Fachwerkkunst der Region

Herzoglicher Marstall

Unweit des Schlosses und direkt am Schlosspark befindet sich der herzogliche Marstall.

Dietzhäuschen

Der „schönste Balkon“ Meiningens erlaubt Ihnen einen wunderschönen Blick über die Dächer unserer Stadt.

Parkfriedhof

Das Garten- und Kulturdenkmal im Stile eines Landschaftsparks ist die letzte Ruhestätte vieler hochrangiger Persönlichkeiten, darunter auch Georg II.

Donopskuppe

Der 1822 als künstliche Ruine erbaute Wohnturm ist heute ein Wahrzeichen Meiningens.

Ruine Burg Henneberg

Der einstige Stammsitz der Grafen von Henneberg ist heute ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel der Region

Grenzübergang und Skulpturenpark

Bis 1990 wurde Meiningen durch die Nähe zur innerdeutschen Grenze geprägt. Heute ist der ehemalige Grenzübergang Mahnmal und Kunstort.

Tourist-Information Meiningen

Ernestinerstraße 2
98617 Meiningen

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