Theater & Bühne

Meiningen nennt sich nicht umsonst "Theaterstadt". Am Haus in der Bernhardstraße 5 wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert europäische Theatergeschichte geschrieben. Damals ließ Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen historisierende Inszenierungen als Gesamtkunstwerke einstudieren und schickte seine Schauspieltruppe auf Gastspielreisen durch Europa.

Die sogenannten “Meininger“, die u. a. eine naturalistische Darstellungsweise propagierten, sorgten für Aufsehen und revolutionierten schließlich die Theaterwelt. Das Prinzip der Einfühlung des Schauspielers in die Rolle zählt heute zu den Grundlagen des Erfolgs der Filmfabrik Hollywood. Die Royal Shakespeare-Company wurde nach dem Vorbild der "Meininger" gegründet. Das Meininger Theater gilt als Geburtsstätte des modernen Regietheaters.

Das große Haus

Das Große Haus des Meininger Staatstheaters ist die größte und wahrscheinlich bekannteste Spielstätte des Theaters. Der prunkvolle Saal des großen Hauses wird von einer Kuppel überspannt und seine Wände sind mit seidenen Stoffbezügen und Goldschmuck verziert.

Eröffnet wurde das Große Haus nach nur 20 Monaten Bauzeit 1909 mit Wallensteins Lager von Friedrich Schiller. 2010 erfolgte eine Generalsanierung. Seitdem sieht der Saal des großen Hauses wieder aus wie zu Zeiten des Theaterherzogs Georg II und fasst 726 Zuschauer. Auch die Bühne und die Technik wurden im Rahmen der Sanierung modernisiert.

Damit die Hinterbühne in Zukunft mehr Platz für größere Kulissen zur Verfügung hat, wurde in einem aufwendigen Verfahren die komplette 520 Tonnen schwere Hintermauer aus dem Jahr 1831 einige Meter in Richtung Englischen Garten versetzt.

Kammerspiele

Direkt neben dem großen Haus des Staatstheaters Meiningen befinden sich seit 2008 die Kammerspiele. Das geschichtsträchtige Gebäude an der Bernhardstraße wurde 1833 als jüdisches Kaufhaus erbaut und beherbergte später die Martin-Luther-Schule. Nach der Wiedervereinigung verfiel das marode Gebäude zusehends bis es Mitte der 2000er-Jahre saniert und teilweise durch einen Neubau ersetzt wurde. Dabei zogen die Kammerspiele in einen den Ansprüchen gerechten Neubau in den Nordteil des Gebäudes. Die historische Fassade wurde erhalten, womit das Gebäude nichts an seinem alten Charme verlor. Das Gebäude ist mit dem Verwaltungsgebäude verbunden, welches wiederum über eine Brücke mit dem großen Haus verbunden ist.

In den Kammerspielen kommen alle Puppentheater-Produktionen des Meininger Theaters zur Aufführung, aber auch Kammeropern und Schauspiele, Revue und Ballett. Anders als im Theater gewohnt sind Bühne und Saal in den Kammerspielen nicht voneinander getrennt. In dem großen schwarzen Raum können die Tribünen variabel aufgestellt werden und bieten bis zu 116 Zuschauern Platz. Der Rang hat eine Kapazität von 46 Plätzen.

Rautenkranz

Mit der Spielzeit 2021/2022 gibt es auch eine neue Spielstätte des Meininger Staatstheaters. Die Kleinkunstbühne Rautenkranz im Herzen der Stadt wird zu einer Zusatzspielstätte des Jungen Staatstheaters. Hierfür wird das imposante Fachwerkgebäude aus dem 16. Jahrhundert in der Ernestiner Straße, welches bereits eine Kleinkunstbühne beherberg, um eine neue moderne Bühne für 80 junge Zuschauer erweitert.

Geplant sind im Rautenkranz vor allem zusätzliche Vorführungen für Kindergärten oder Schulen, auf die hier besonders flexibel reagiert werden kann.

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