Zeitraum: 28.09.2026 bis auf weiteres
Ort der Beschränkung auf 6 Tonnen: Meiningen, Alte Henneberger Straße (Brücke zwischen Pulverrasen-Schule und Norma)
Umleitung: Werrastraße – L3089 - L1124 – Henneberger Str. (großräumig über Kreisel Stillhof und Werrastraße)
Für den ortskundigen Verkehr wird der Herrenberg per Ampelregelung in beide Fahrtrichtungen für eine maximale Gesamtmasse von 3,5 t freigegeben.
Grund der Sperrung: Brückenschäden
Grafik & Pressemitteilung des TLBV vom 18.09.2026

Brücke in der Henneberger Straße in Meiningen (L 1124) muss entlastet werden – Verkehrseinschränkungen ab 28. September 2026
Um die Brücke zu entlasten erfolgen die Fahrbahneinengung und eine Tonnage-Beschränkung auf 6 Tonnen (Fahrzeuggesamtgewicht); das Umleitungskonzept tritt gleichzeitig in Kraft.
Die Brücke in der Henneberger Straße in Meiningen im Zuge der L 1124 wurde einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Die Materialuntersuchung und deren ingenieurmäßige Bewertung haben ergeben, dass die Brücke dringend entlastet werden muss. Ab 28. September 2026 treten an der Brücke aufgrund des festgestellten Bauwerkszustands Verkehrseinschränkungen in Kraft.
Die Nutzung des Bauwerks wird für den innerörtlichen Verkehr auf Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 6 Tonnen beschränkt. Gleichzeitig wird die Fahrbahn im Bereich der Brücke eingeengt und ist nur noch für den Verkehr stadteinwärts nutzbar, das hierfür vorgesehene Umleitungsleitungskonzept tritt in Kraft.
Damit keine Staus entstehen und um einen geordneten Verkehr zu gewährleisten, wird vor der Brücke eine Ampel aufgestellt. Die Ampelschaltung an der Steinwegkreuzung wird entsprechend der Umleitungsführung Neu-Ulmer-Straße – Steinweg neu geschaltet. Hier ist mit Rückstau auf der Henneberger Straße zu rechnen. Es wird daher auch dem innerörtlichen Verkehr empfohlen, die ausgeschilderte Umleitungsstrecke zu nutzen.
Aufgrund der erforderlichen Lastbeschränkung muss die offizielle Umleitung für alle Fahrzeuge über 6 Tonnen strikt eingehalten werden; die ausgeschilderten Ausweichrouten sind unbedingt zu nutzen. Eine Missachtung dieser Beschränkung kann Auswirkungen auf die Standsicherheit der Brücke haben.
Übergangslösung: Behelfsbrücke
Perspektivisch ist ein Ersatzneubau der Brücke in der Henneberger Straße notwendig. Als Übergangslösung ist der Bau einer nebenliegenden zweispurigen Behelfsbrücke über die Werra geplant. Sie wird zu einer Entlastung der innerörtlichen Verkehrsführung beitragen. Auch die Belange des Fuß- und Radverkehrs werden bei der Planung der Behelfsbrücke und der Verkehrsführung berücksichtigt.
Ersatzneubau ist in Planung
Die Planungen für den Ersatzneubau der Brücke wurden vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) veranlasst und laufen derzeit. Der Ersatzneubau stellt die langfristige Perspektive für die Werrabrücke in der Henneberger Straße dar. Mit dem neuen Bauwerk soll dauerhaft eine leistungsfähige und sichere Verkehrsverbindung geschaffen werden. Über den weiteren Planungs- und Bauablauf, die konkrete Verkehrsführung und die einzelnen Bauabschnitte wird rechtzeitig informiert.
Das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr bittet die Verkehrsteilnehmer sowie die Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für die notwendigen Verkehrseinschränkungen.
Das TLBV bedankt sich ausdrücklich für die kooperative Zusammenarbeit mit der Stadt Meiningen und dem Landratsamt Schmalkalden-Meiningen sowie bei allen Beteiligten, die an der Einrichtung der Umleitung sowie den bisherigen Vorbereitungen zur Planung, Genehmigung und zum Bau der Behelfsbrücke mitgewirkt haben.
Hintergrund
Die Brücke in der Henneberger Straße in Meiningen im Zuge der L 1124 wurde durch das TLBV einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Die Materialuntersuchung hat ergeben, dass die Brücke dringend entlastet werden muss und die oben beschriebenen Einschränkungen des Verkehrs erforderlich sind.
Damit wird die Verkehrsführung frühzeitig an den Zustand des Bauwerks angepasst und eine sichere Abwicklung des Verkehrs mit den geringstmöglichen Einschränkungen gewährleistet.
Schädigungen des Betons
Ein wesentlicher Grund für die erforderlichen Maßnahmen ist der festgestellte Zustand des Spannbetontragwerks. Neben Schädigungen des Betons im Zusammenhang mit einer alkali-kieselsäurebedingten Reaktion (AKR) wurden auch Hinweise auf eine Spannungsrisskorrosion an der Spannbewehrung festgestellt.
Die Spannungsrisskorrosion führt zu einer Beeinträchtigung der Spannbewehrung und damit zu einer Verringerung der Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit des Bauwerks.
Erkenntnisse aus dem Einsturz der Carolabrücke
Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden im September 2024 hat die Notwendigkeit einer verstärkten Auseinandersetzung mit der Problematik der Spannungsrisskorrosion offenbart. Die dort gewonnenen Erkenntnisse haben zu einer verstärkten Betrachtung älterer Spannbetonbrücken geführt. Auch im Bundes- und Landesstraßennetz in Thüringen wurden und werden entsprechende Bauwerke hin-sichtlich ihres Baualters, der verwendeten Spannstähle, ihrer Konstruktion und ihres aktuellen Zustands verstärkt überprüft. Je nach Bauwerk können dabei über die regulären Bauwerksprüfungen hinausgehende Untersuchungen erforderlich sein.
Die Werrabrücke in Meiningen wurde 1979 errichtet. Sie ist eine von 14 Brücken in Ortbetonbauweise, die in Zuständigkeit des Thüringer Landesamts für Bau und Verkehr aktuell einer intensiven Überprüfung unterzogen werden.

