29.07.2026 | 13:00 | Feuer aus – Update zum Großbrand am RAW-Gelände Meiningen
Am Mittwochmorgen konnte an der Einsatzstelle Am Flutgraben in Meiningen „Feuer aus“ gemeldet werden. Nach dem Brandausbruch am gestrigen Dienstagnachmittag hatten sich die Nachlösch- und Sicherungsmaßnahmen bis in die frühen Morgenstunden hingezogen.
Nach wie vor flackern vereinzelt Glutnester auf, die von der Feuerwehr bekämpft werden. Dies kann auch in den kommenden Tagen noch punktuell vorkommen, da ein Vorgehen in den Innenbereich des betroffenen Hallenkomplexes für die Einsatzkräfte nicht möglich ist. Die Brandbekämpfung kann daher weiterhin nur im Außenangriff erfolgen.
Durch die thermische Einwirkung auf die tragenden Stahlbauteile ist die Halle akut einsturzgefährdet, Teile der Deckenkonstruktion sind bereits eingestürzt. Die Feuerwehr weist ausdrücklich darauf hin, dass in diesem Bereich Lebensgefahr besteht. Das Gelände wird nach Abschluss der Maßnahmen gesichert und für den Zutritt gesperrt. Wir bitten dringend darum, dieses Zutrittsverbot zu beachten, damit es nicht zu weiteren Unfällen und Schäden kommt.
Personenschäden sind bislang nicht entstanden.
Die MoWaS-Warnmeldung für die Bevölkerung wurde inzwischen aufgehoben.
Bei der betroffenen, stark mit Vegetation zugewachsenen und ungenutzten Fläche handelt es sich ausdrücklich um einen bereits an einen privaten Eigentümer veräußerten Teil des ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerks (RAW) Meiningen. Die beliebte Dampflok Erlebniswelt Meiningen sowie das benachbarte, weiterhin aktive Dampflokwerk der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet und durch den Einsatz nicht beeinträchtigt. Das DB-Instandhaltungswerk nimmt seinen regulären Betrieb bereits am heutigen Mittwochvormittag wieder auf.
Mit rund 182 eingesetzten Kräften zählte der Großeinsatz zu den umfangreichsten Feuerwehreinsätzen der vergangenen Jahre in der Region. Die Rauchsäule war bis weit nach Bayern hinein sichtbar und hatte dort zeitweise zu Fehlalarmierungen geführt. Stadtbrandmeister Michael Friedrich erklärte am Mittwochmorgen, dass die Halle ein Totalverlust sei – trotz des außerordentlich guten Zusammenspiels aller beteiligten Hilfsorganisationen, insbesondere der Feuerwehren und eingesetzten Kräfte.
Zur Brandursache sowie zur Schadenshöhe können derzeit keine Angaben gemacht werden.
Auch nach Abschluss der eigentlichen Löscharbeiten sind die Feuerwehren weiterhin gefordert: Das Instandsetzen und Reinigen von Atemschutztechnik, Schläuchen, Material und Fahrzeugen wird sich noch über die kommenden Tage hinziehen.
Bürgermeister Fabian Giesder betonte, dass es nun vorrangig darum gehe, die Brandruine ordnungsgemäß zu sichern und auch gegenüber dem privaten Eigentümer auf die Verkehrssicherungspflicht hinzuwirken. Die Stadt werde dies im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.
Abschließend bedankt sich die Feuerwehr der Stadt Meiningen gemeinsam mit dem Bürgermeister ausdrücklich bei allen eingesetzten Kräften – der Feuerwehr, dem Sanitäts- und Betreuungszug des DRK, dem THW, der Polizei, den Stadtwerken, der Stadtverwaltung, dem Landratsamt, dem Ordnungsamt, dem Stadtservice sowie der Presse. Ein besonderer Dank gilt zudem den Firmen, die beim Wassertransport unterstützt haben, sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die die Einsatzkräfte durch ihr besonnenes Verhalten zu keiner Zeit behindert haben.
28.07.2026 | 23:55 Uhr
Wie berichtet, kam es am heutigen Dienstag, 28.07.2026, um 15:50 Uhr zu einem Großbrand im Bereich Am Flutgraben in Meiningen. Nach mehrstündigem Einsatz konnte das Feuer nun unter Kontrolle gebracht und auf die Fläche des Hauptkomplexes begrenzt werden. Insgesamt waren im Verlauf des Einsatzes rund 182 Einsatzkräfte im Einsatz.
Zwischenzeitlich bestand die Gefahr, dass das Feuer auf die umliegende Vegetation übergreift, die durch die anhaltende Trockenheit stark ausgetrocknet und entsprechend brandgefährdet war. Um eine Ausbreitung in Richtung Leipziger Straße zu verhindern, wird im dortigen Bereich derzeit eine Schneise geschlagen.
Der Gebäudekomplex ist akut einsturzgefährdet. Die Nachlöscharbeiten werden sich voraussichtlich mindestens bis Mittwochmittag hinziehen. Über Nacht wird die Ablösung im Schichtbetrieb durch nachalarmierte Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Schmalkalden-Meiningen sichergestellt. Die Löschwasserversorgung erfolgt weiterhin im Pendelverkehr von der Werra.
Die durchgeführten Messfahrten haben keine Gefährdung für die Bevölkerung ergeben. Dennoch wird die Bevölkerung weiterhin gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten und den Bereich weiträumig zu umgehen.
Durch an- und abrückende Einsatzkräfte kommt es im Umfeld der Einsatzstelle weiterhin zu erhöhtem Verkehrsaufkommen mit Einsatzfahrzeugen.
Nur durch den unermüdlichen Einsatz der verschiedenen Kräfte und das Ineinandergreifen aller Beteiligten konnte Schlimmeres verhindert werden.
Am 29.07.2026 findet um 09:00 Uhr an der Einsatzstelle ein abschließendes Pressegespräch statt. Treffpunkt ist das Haupttor des DB Dampflokwerks Meiningen, Am Flutgraben 2, 98617 Meiningen. Hierzu sind alle Pressevertreterinnen und Pressevertreter herzlich eingeladen.

28.07.2026 | 20:45 Uhr
Am heutigen Dienstag wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Meiningen gegen 15:50 Uhr zu einer zunächst unklaren Rauchentwicklung im Bereich Am Flutgraben in Meiningen alarmiert. Bei Eintreffen des diensthabenden Einsatzleiters, Stadtbrandmeister Michael Friedrich, bestätigte sich der Verdacht: Eine leerstehende Lagerhalle stand in voller Ausdehnung in Brand.
Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um eine ehemalige Fabrikhalle des früheren Reichsbahn-Ausbesserungswerks (RAW) Meiningen, in der bis in die 1990er-Jahre Dampflokomotiven und Waggons gewartet und instand gesetzt wurden. In den vergangenen Jahren waren bereits Teile der Halle eingestürzt, zudem war es mehrfach zu kleineren Bränden auf dem Gelände gekommen.
Gegen 16:30 Uhr wurde eine zweite Lagerhalle von den Flammen erfasst und stand ebenfalls in voller Ausdehnung in Brand. Aufgrund der Lageentwicklung wurden zusätzlich Kräfte nachalarmiert, außerdem wurde Stadtalarm per Sirene für alle Standorte der Feuerwehr Meiningen ausgelöst.
Um 17:30 Uhr wurden weitere Kräfte nachgefordert: Großtanklöschfahrzeuge aus Suhl und dem Landkreis Hildburghausen wurden zur Unterstützung der Löschwasserversorgung angefordert. Um den Grundschutz für die Stadt Meiningen und das angrenzende Stützpunktfeuerwehrgebiet sicherzustellen, übernahm die Freiwillige Feuerwehr Zella-Mehlis diesen Einsatzabschnitt während des laufenden Großeinsatzes.
Zwischenzeitlich steht der gesamte Hallenkomplex auf einer Fläche von rund 100 x 100 Metern in Vollbrand. Teile der Hallen sind bereits eingestürzt.
Aufgrund der Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) gewarnt. Nach aktuellem Stand steht die Halle weiterhin in Vollbrand, die Löscharbeiten erfolgen unter anderem im Schaumeinsatz. Aus Sicherheitsgründen erfolgt der Löschangriff derzeit ausschließlich von außen über zwei Drehleitern der Feuerwehren Wasungen und Meiningen sowie zahlreiche handgeführte Strahlrohre. Ergänzend wurde ein Fachberater des THW nachgefordert. Auch ein Polizeihubschrauber aus Erfurt war zur Lageerkundung im Einsatz.
Die medizinische Absicherung sowie die Verpflegung der Einsatzkräfte übernimmt der Sanitäts- und Betreuungszug des DRK-Kreisverbandes Meiningen. Bei den hohen Temperaturen handelt es sich um einen kräftezehrenden Einsatz für alle Beteiligten. Ein Feuerwehrangehöriger wurde im Einsatzverlauf verletzt.
Zum Schutz der Bevölkerung werden in den betroffenen Bereichen vorsorglich mobile Messfahrten zur Luftgütemessung durchgeführt. Die Rauchentwicklung war weiträumig wahrnehmbar und wurde bis in den benachbarten Freistaat Bayern registriert, was dort bereits zu Fehlalarmierungen geführt hat.
Zur Bewältigung des Großbrandes sind aktuell rund 110 Einsatzkräfte mit 35 Einsatzfahrzeugen aus mehreren Gebietskörperschaften im Einsatz, unter anderem aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen, dem Landkreis Hildburghausen sowie der kreisfreien Stadt Suhl. Auch die im Rahmen der Südlink-Baustelle beauftragte Firma Büttner unterstützt mit vier Fahrzeugen beim Wassertransport.
Durch den laufenden Einsatz sind die Bereiche Flutgraben, Templerweg sowie die Dolmarstraße Ecke Leipziger Straße nicht befahrbar. Auch kommt es durch die Wasserentnahme im Bereich Volkshaus zu Einschränkungen.
Bürgermeister Fabian Giesder erklärte: „Ich danke allen Kameradinnen und Kameraden im Ehrenamt bei Feuerwehr, DRK und THW, aber auch den hauptamtlichen Kräften von Stadtservice, Stadtwerken, Stadtverwaltung, Landratsamt, Leitstelle und Polizei. Es ist ein unermüdlicher Einsatz und ein beeindruckendes Ineinandergreifen aller Beteiligten. Besonderen Dank auch an die ortsansässigen Firmen, welche bereits zahlreich Unterstützung angeboten haben.“
Weitere Informationen folgen, sobald neue Erkenntnisse zur Brandursache und zum weiteren Einsatzverlauf vorliegen.

