Sonderausstellung
So viele Menschen retten wie möglich: Mit diesem Ziel setzte Raoul Wallenberg von Juli 1944 bis Januar 1945 als schwedischer Diplomat in Budapest sein Leben aufs Spiel. Für Menschen, die er nicht kannte, die einer anderen Religion angehörten. Sein beherztes Auftreten spornte Vertreter anderer neutraler Staaten an - und sorgte für Kritik auf deutscher und ungarischer Seite. Adolf Eichmann drohte gar, den "Judenhund Wallenberg" erschießen zu lassen.
Das hielt den gut 30jährigen nicht davon ab, bis zuletzt im umkämpften Budapest für seine Schützlinge einzutreten. Etwa 119 000 Juden überlebten dort die deutsche Besatzung und den NS-Massenmord. Wallenberg selbst wurde Opfer der Sowjetdiktatur. Angeblich kam er im Juli 1947 in der Lubjanka in Moskau ums Leben. Stichhaltige Beweise dafür gibt es nicht. Eine Meiningerin will ihm dort zudem nach dem angeblichen Todesdatum begegnet sein.
Die Ausstellung des Wallenberg-Biographen Christoph Gann bringt die damaligen Ereignisse durch Dokumente und Fotos näher und zeigt, dass auch ein Einzelner viel bewirken kann.
Die Sonderausstellung wird anläßlich des fünfjährigen Bestehens des B.M. Strupp Lern- und Gedenkortes - Jüdische Geschichte und Antisemitismus gezeigt. Dieser ist donnerstags von 16-18 Uhr geöffnet.
Foto: B.M. Strupp-Stiftung
Donnerstag, 05. November 2026 - 16:00 bis 18:00