Georg II., Goethe und Richard Wagner – Vortrag im Theatermuseum
Im Rahmen des Georg-Jahres laden die Meininger Museen am Donnerstag, 24. September 2026, zu einem besonderen Vortrag ins Theatermuseum Meiningen ein. Unter dem Titel „Georg II., Goethe und Richard Wagner“ beleuchtet der renommierte Goethe-Forscher und Kulturwissenschaftler Dr. Manfred Osten die geistigen und künstlerischen Verbindungen zwischen drei prägenden Persönlichkeiten der deutschen Kulturgeschichte.
Als Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen Richard Wagner im Jahr 1871 erstmals begegnete, begann eine Künstlerfreundschaft von großer kulturhistorischer Bedeutung. Während Georg II. von Meiningen aus die Theaterkunst nachhaltig erneuerte, arbeitete Wagner an seiner Vision eines modernen Musiktheaters. Mit der Eröffnung des Bayreuther Festspielhauses vor 150 Jahren schuf er hierfür einen bis heute einzigartigen Aufführungsort.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, welchen Einfluss Johann Wolfgang von Goethes Denken und Werk auf Richard Wagners Vision eines „Zukunftstheaters“ hatte. Ausgehend von Wagners Deutung des Faust als Goethes Vermächtnis beleuchtet Dr. Manfred Osten die Verbindungen zwischen Goethes Tragödie und Wagners Ring des Nibelungen, der 1876 mit maßgeblicher Unterstützung aus Meiningen in Bayreuth uraufgeführt wurde.
Referent des Abends ist Dr. Manfred Osten aus Bonn, einer der profiliertesten Goethe-Experten der Gegenwart. Der Philosoph, Literatur- und Musikwissenschaftler war über Jahrzehnte in bedeutenden kulturpolitischen Funktionen tätig, unter anderem im Auswärtigen Amt und in der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Als Autor zahlreicher Publikationen widmet er sich bis heute den kulturellen und gesellschaftlichen Impulsen Goethes und ihrer Wirkung bis in die Gegenwart.
Ort: Theatermuseum
Eintritt: 4,50 €
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