Kooperation der Stadt Meiningen mit dem Staatstheater zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
Stefano Massini / Deutsch von Sabine Heymann
Ein fiktives Interview der Philosophin und Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt mit demjenigen, der am meisten die Umsetzung von Gewalt, in Berechnung, in ein wirksames Schema verkörpert, nach. 1960 wurde Adolf Eichmann, der die Ausrottung von Millionen von Juden geplant, strukturiert und damit möglich gemacht hatte, in Argentinien verhaftet und in Israel vor Gericht gestellt.
Stefano Massini schöpft aus den Protokollen der Verhöre in Jerusalem, aus den Gerichtsverhandlungen, aus der deutschen und jüdischen Geschichtsschreibung, sowie aus Arendts Essays. Er schafft daraus einen intensiven Dialog grausamer, beispielloser Macht. Wie wurde der Schrecken von Auschwitz tatsächlich bewältigt? Schritt für Schritt eröffnet sich eine überraschende Perspektive: Eichmann das Monster, kommt als erschreckend durchschnittlicher Mann daher. Und genau hier nimmt schließlich das Böse Gestalt an: in der alltäglichsten und unvermuteten menschlichen Kleinheit.
Szenische Einrichtung: Katja Stoppa
Mit: Anja Lenßen und John Wesley Zielmann
Termin: 17 Uhr, Kammerspiele
Eintritt frei
Dienstag, 27. Januar 2026 - 17:00