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Zusatzinformationen

Der Behindertenbeirat

der Stadt Meiningen ist eine selbständige, konfessionell und parteipolitisch unabhängig arbeitende Interessenvertretung der Menschen mit Behinderungen. Die Mitglieder des Beirates werden durch den Bürgermeister für die Dauer der Wahlperiode des Stadtrates auf Vorschlag der delegierenden Vereine, Verbände, Organisationen und Stadtratsfraktionen berufen. Durch seine Tätigkeit trägt der Behindertenbeirat dazu bei, die Integration von Menschen mit Behinderungen zu fördern und ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. Er greift aktuelle Themen der Behindertenpolitik auf, berät die Stadtverwaltung und den Stadtrat zu behindertenpolitischen Fragen und nimmt Einfluss auf die Durchsetzung einer barrierefreien Stadtentwicklung.

Aufgaben


  • Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Leben in der Stadt
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Entscheidungsträger für die Belange von Menschen mit Behinderungen
  • Verbesserung der Mobilitätsangebote für alle Behinderungsarten
  • Förderung der Zusammenarbeit aller die mit Menschen mit Behinderungen zu tun haben
  • Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen, für Vereine, Verbände und Selbsthilfegruppen

 

Sprechzeiten

Hier können die Bürger auf Probleme in der Stadt aufmerksam machen. Des Weiteren steht der Behindertenbeirat ebenso für alle anderen Fragen, die Menschen mit Handicap betreffen, zur Verfügung. Sollte der Behindertenbeirat nicht weiterhelfen können, werden Ihre Anfragen an die zuständigen Verbände des Behindertenbeirates und andere weitergeleitet.

Aktion Meilenstein

Seit 2009 initiiert der Behindertenbeirat der Stadt Meiningen in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Meiningen e.V. anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Mai ihren Aktionstag „Meilenstein - Wir setzen Zeichen“ auf dem Meininger Marktplatz.
Ziel des Protesttages ist es, auf die Belange von Menschen mit Behinderung und auf noch zahlreich bestehende Barrieren im öffentlichen Leben für eben diese Personengruppe aufmerksam zu machen und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren.
Viele soziale Vereine und Verbände sowie auch dienstleistende Unternehmen der Stadt Meiningen nehmen jährlich am Protesttag teil und unterstützen diesen mit zahlreichen Aktionen.
Ein buntes und vielfältiges Rahmenprogramm rundet den Aktionstag ab und bringt viel Spaß und Freude für große und kleine Besucher.
Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann unterstützen Sie unseren Aktionstag und schauen Sie vorbei. Das jeweilige Veranstaltungsdatum wird rechtzeitig in der lokalen Presse und durch Aushänge in der Stadt Meiningen veröffentlicht.

Anerkennung „Behindertenfreundliche Einrichtung“ bzw. „Barrierefreie Einrichtung“

Am 06. Oktober 2011 wurden in Anwesenheit von Herrn Dr. Brockhausen, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen im Freistaat Thüringen, durch den Behinderbeirat der Stadt Meiningen die ersten Auszeichnungen „Behindertenfreundliche Einrichtung“ (in Silber) verliehen. Die ausgezeichneten Einrichtungen waren das Freizeitzentrum „Rohrer Stirn“ und die Gaststätte „Schloss-Stuben“. Herr Dr. Brockhausen übernahm auch die Schirmherrschaft über diese erste Veranstaltung die auch in diesem Jahr eine Fortsetzung haben wird.

Diese Anerkennung soll dazu beitragen, dass die Teilhabe behinderter Menschen am öffentlichen Leben verbessert wird.

Geschäfte, Firmen und öffentliche Einrichtungen in Meiningen, die sich nachweislich für die Integration behinderter Menschen einsetzen, erhalten diese Anerkennung als besondere Würdigung ihres Engagements.

Interessenten aus Meiningen haben jederzeit die Möglichkeit, sich um die Anerkennung „Behindertenfreundliche Einrichtung“ bzw. „Barrierefreie Einrichtung“ beim Behindertenbeirat der Stadt zu bewerben.

Anhand von Bewertungskriterien wird über die Bewerbung entschieden. Die Kriterien lehnen sich an die DIN 18040-1 sowie den alten DIN 18024 und 18025 an und beinhalten unter anderem:

  • Stufenlose und barrierefreie Zugänge bis höchstens 3 cm
  • Türbreiten von mindestens 90 cm
  • Steigung von vorhandenen Rampen maximal 6% bzw. 8%
  • Flurbreiten mindestens 130 cm bzw. 100 cm und Möglichkeiten zum Wenden für Rollstuhlfahrer
  • Behindertengerechter Fahrstuhl, kostenfreier Behindertenparkplatz und behindertengerechte Sanitäranlagen
  • Infomaterialien auf Audio-Tonträgern bzw. alternativ in Blinden oder Großschrift


Die Auszeichnung ist eine silberne bzw. goldene Tafel mit einem stilisierten Rollstuhlfahrer.