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Zusatzinformationen

Das Meininger Volkshaus

Aus dem Grußwort des Bürgermeisters zur Wiedereröffnung am 02.10.2018:
Die Einweihung des sanierten und modernisierten Meininger Volkshauses im Oktober 2018 ist ein Zeichen von Aufbruchsstimmung und von Optimismus. Sie ist ein Signal dafür, dass wir an die gute Entwicklung unserer Stadt glauben und an die Sache, für die wir das Haus saniert haben. Mit dem „neuen“ Volkshaus geben wir dem reichen öffentlichen, sozialen und kulturellen Leben an einem Traditionsort wieder den ihm zustehenden Raum in einer großzügigen Architektur.
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KARAT
© Michael Petersohn 
Was ist los im Volkshaus?
Nutzungsvariante - Tanzen - Ball Sie möchten das Volkshaus nutzen?

Was ist möglich?

Die Nutzung des Gebäudes kann entsprechend der Entgeltordnung entweder

  • nur für den Saal im Obergeschoss (S- Lounge, ca. 35 Personen)
  • nur für die Wandelhalle (für max. 99 Personen - mit oder ohne S - Lounge im OG)
  •  für das gesamte Gebäude erfolgen (für max. 900 Personen incl. Personal – Hinweis: bei Erreichen der maximalen Personenanzahl ist der Rang im 1. OG gesperrt!)

erfolgen.

Nutzungsvarianten

Als Orientierungshilfe hier drei Nutzungsbeispiele mit Bestuhlung:

Tanzen/Ball - 270 Sitzplätze
Catering-Service und Garderobe
in der Wandelhalle

Tanz-Kaffee /Bar
auf zwei Ebenen
Wandelhalle und S-Lounge
99 Personen

Sport/Boxen
Boxring - 544 Sitzplätze
Catering-Service und Garderobe
in der Wandelhalle

Antrag auf Nutzung des Volkshauses

Nutzungs- und Entgeltordnung

Anlage 1 zur Nutzungs- und Entgeltordnung

Spatenstich 20.03.2017 Die jüngere Geschichte des Volkshauses
  • 1991 Schließung des Volkshaussaals als Veranstaltungsort
  • 1996 Schließung der Disco „Diele” im alten Schützenhaus
  • Mai 1997 Abrissantrag für die Gebäude - der Antrag wurde vom Landesamt für Denkmalpflege
  • sowie der Unteren Denkmalschutzbehörde abgelehnt
  • Juni 1997 Stadtratbeschluss über Abriss von Anbauten (Heizhaus, Küche, Wohn- und Schulgebäude), Aufnahme von
  • Volkshaus und Schützenhaus in die Erhaltungssatzung der Stadt
  • 5. März 2000 Gründung des Fördervereins zur Erhaltung des Volkshauses Meiningen als Kulturdenkmal e. V.
  • März 2001 Vorstellung des ersten Konzeptes zur Sanierung und Nutzung des Volkshausesdurch die Architekten Reinhardt Blumenstein  im Stadtrat
  • Juni 2001 Erste Notsicherung im Volkshaus:
  • November 2005 Workshop - Nutzungskonzept für das Volkshaus wurde von der
  • FIRU-GmbH Kaiserslautern vorgestellt
  • April 2008 Freigabe von 170000,- € für eine weitere Notsicherung des Volkshauses durch den Stadtrat
  • Januar 2009 weitere Notsicherungsmaßnahmen
  • 2011 13 Aufführungen des Musicals „Cabaret“ im Volkshaus durch das Meininger Theater
  • 2013 100-jährigen Bestehen des Festsaales der Schützengesellschaft (Volkshaus)
  • März 2014 Architekt Karsten Merkel stellt im Stadtrat Pläne für die Sanierung des Volkshaussaales vor
  • 14. September 2014 Denkmaltag - das Volkshaus wird für einen kleinen Blick geöffnet
  • 7. Juli 2015 Übergabe des Genehmigungsantrags für die Sanierung des Volkshauses durch Bürgermeister Fabian Giesder an Landrat Peter Heimrich
  • 21. Mai 2016 Tag der Städtebauförderung, Vorstellung der Pläne zur Volkshaussanierung durch Architekt Karsten Merkel
  • 20. März 2017 symbolischer Spatenstich am Volkshaus
  • 02. Oktober 2018 Eröffnung des sanierten Volkshauses

Ausführlicher finden Sie die Geschichte des Volkshauses im nebenstehenden Dokument.

Die Baugeschichte in ein paar Bildern:

historische Aufnahme Volkshaus Historisches rund um's Volkshaus

Das Meininger Volkshaus ist ein Gebäudeensemble und besteht aus dem Schützenhaus und dem Neuen Schützenhaussaal (ab 1947 Volkshaus). Es war und wird wieder einer der wichtigsten Veranstaltungsorte der Stadt. Das 1831 als eingeschossiger Bau errichtete Schützenhaus erhielt 1865 mit einem zweiten Geschoss seine heutige neoklassizistische Form. Hier fanden neben Vereinsaktivitäten auch viele größere Veranstaltungen der Meininger Bürger statt. Die Säle im alten Schützenhaus waren bald den vielfältigen Anforderungen der Residenzstadt nicht mehr gewachsen. Deshalb erfolgte von 1912 bis 1913 die Erweiterung nach Plänen des
Hofbaurates Karl Behlert durch einen Saalbau mit Wandelhalle.

  • 1909 / 1911 erste Überlegungen des Schützenvereins zum Bau eines neuen Saales, Architektenwettbewerb
  • 28. Juni 1912 Neubau des Saales ist genehmigt und die Finanzierung gesichert
  • 28. Juli 1913 Hofbaurat Karl Behlert übergibt den Saal an die Schützengesellschaft
  • 20. Februar 1914 Inbetriebnahme der Orgel durch Max Reger
  • August 1914 Nach Kriegsbeginn Reservelazarett
  • 1918 Nach Kriegsende wieder Veranstaltungsort
  • 20er- und 30er-Jahre Veranstaltungen der Vereine, auch Propagandaveranstaltungen der Nationalsozialisten
  • 1944 - 1945 während des 2. Weltkrieges  Lazarett für Kriegsgefangene und Flüchtlingslager
  • Ab 1946 wiederkulturelle Einrichtung für alle Bürger in und um Meiningen
  • Ab Mai 1947 wird das Gebäudeensemble als Volkshaus bezeichnet


Der Volkshaussaal war bis Mitte der 50er-Jahre die größte Veranstaltungsstätte im ehemaligen Bezirk Suhl. Zahlreiche Künster wie Manfred Krug und Nina Hagen sowie bekannte Bands traten hier auf. Dazu gehörten auch die Puhdys, Karat, Elektra und Silly. Außerdem fanden Modenschauen, Abiturfeiern, Abschlussbälle der Tanzschule Seifert und zahlreiche Betriebsfeierlichkeiten hier statt. Kabarett, Jazz, Theater, Ausstellungen und sogar DDR-Meisterschaften im Boxen fanden sich ebenso
im Programm wie politische Großveranstaltungen aller Parteien und Massenorganisationen der DDR. Für den Kreistag und die Stadtverordnetenversammlung war das Haus bis 1989 Tagungsstätte.

Übergabe Fördermittelbescheid Juni 2016 Der Förderverein zur Erhaltung des Volkshauses Meiningen als Kulturdenkmal e.V.

Am 05.03.2000 gründete sich im „Schlundhaus“ der Förderverein zur Erhaltung des Volkshauses als Kulturdenkmal. Die Initiative zur Vereinsgründung ging von Wieland Sorge (ehem. Mitglied des Bundestages) aus. Zu den 25 Gründungsmitgliedern gehörten der damalige Bürgermeister Reinhard Kupietz, Stadträte, Architekten, Vertreter von Vereinen und Geschäftsleute.
Zum Vorsitzenden wählten die Gründungsmitglieder den ehemaligen Schauspieldirektor des Meininger Theaters, Albert R. Pasch.

In den ersten Jahren ging es vor allem darum, den Verfall des Gebäudes durch eine Notsicherung abzuwenden und die Stadt bei der Suche nach einem privaten Investor zu unterstützen. Im Laufe der Jahre erweiterte sich das Betätigungsfeld immer mehr, von Verschönerungsarbeiten im Umfeld des Volkshauses, über die Gestaltung von Ausstellungen, Anregung von Diskussionen, Erstellung von Nutzungskonzepten, bis zu den Aktionen „Mäuse fürs Volkshaus“ und „Volkshaus umarmen“.

Im Jahre 2005 trat Albert R. Pasch aus gesundheitlichen Gründen zurück. Die Mitgliederversammlung wählte den bisherigen Stellvertreter Hilmar Schellin zum Vereinsvorsitzenden. Nach dessen Rücktritt im Dezember 2009 leitete der stellvertretende
Vorsitzende Siegfried Müller den Verein. Seit März 2013 ist Günther Weber der Vorsitzende des Vereins.

Mehr zu den Aktivitäten des Vereins finden Sie in der nebenstehenden Broschüre und auf der Homepage des Vereins.


Die Stadtverwaltung bedankt sich recht herzlich beim
Förderverein zur Erhaltung des Volkshauses Meiningen als Kulturdenkmal e.V.
für die Zurverfügungstellung von Texten und Fotos.