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Mutter Courage und ihre Kinder

Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg von Bertolt Brecht und Paul Dessau
21.04.2017
19:30 Uhr
Meininger Theater, Großes Haus

Begleitet von ihrer stummen Tochter Kattrin, zunächst auch den beiden Söhnen Eilif und Schweizerkas, und stets im Gefolge verfeindeter Truppen, treibt Mutter Courage“ emsig Handel, wo und mit wem sie nur kann. Getrieben von Geldgier und einer schier unverwüstlichen Lebenskraft, behauptet sich diese höchst moderne Geschäftsfrau unter widrigsten Umständen. Dabei verliert die vermeintliche Kriegsgewinnlerin nach und nach alles, auch ihre Kinder. Trotz ihrer geradezu beängstigenden Anpassungsfähigkeit an die Verhältnisse und politischen Entwicklungen ist „Mutter Courage“ am Ende geschlagen - und hat anscheinend nichts dazugelernt.

Brecht schrieb seine von Anspielungen auf den Nationalsozialismus durchwobene Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg 1938/39 im schwedischen Exil - nicht zuletzt als Warnung an jene Skandinavier, die hofften, finanziell vom Zweiten Weltkrieg profitieren zu können. In zwölf exemplarischen Szenen entrollt das Stück einen historischen Bilderbogen der Jahre zwischen 1624 und 1636, um den Menschen, so Brecht, nachhaltig vor Augen zu führen, dass die großen Geschäfte, aus denen der Krieg besteht, nicht von den kleinen Leuten gemacht werden. Dass der Krieg, der eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln ist, die menschlichen Tugenden tödlich macht, auch für ihre Besitzer. Dass für die Bekämpfung des Krieges kein Opfer zu groß ist.



Mutter Courage: Christine ZartKattrin, ihre stumme Tochter: Anna KrestelEilif, der ältere Sohn: Sven ZinkanSchweizerkas, der jüngere Sohn: Phillip Henry BrehlDer Werber: Vivian FreyDer Feldwebel: Matthias HeroldDer Koch: Michael JeskeDer Feldhauptmann: Reinhard BockDer Feldprediger: Hans-Joachim RodewaldYvette Pottier: Meret EngelhardtEin junger Soldat: Vivian FreyEin älterer Soldat: Matthias HeroldEin Bauer: Reinhard BockEine Bäuerin: Meret EngelhardtEin junger Bauer: Phillip Henry Brehl, Regie: Jasmina Hadziahmetovic, Bühnenbild & Kostüme: Klaus Werner Noack, Dramaturgie: Patric Seibert, Aldona Farrugia, Musikalische Einstudierung: Virginia Breitenstein Krej?ík, Musiker: Jan-Mathias Schamberger