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Zusatzinformationen

Informationen über die Stadt

Meiningen liegt im Südwesten des Freistaates Thüringen nahe dem Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen.
Im Umkreis von maximal 100 km liegen zum einen die thüringische Landeshauptstadt Erfurt sowie Eisenach und Suhl und zum anderen Coburg, Fulda und Schweinfurt.
Meiningen ist infrastrukturell überregional gut erschlossen (Anbindung Richtung Norden über die A 71 / A 4 / A9) - ergänzt durch die regional bedeutsamen Bundesstraßen B 19 und B 89.

 

Daten und Fakten

Lage Die Kreisstadt Meiningen liegt im Südwesten des Freistaates Thüringen und damit
annähernd in der Mitte Deutschlands.
Einwohner 21.448 (31.12.2014)
Stadtgebiet 5.947 ha -  davon 
49,5 % - 2.943 ha Wald 
17,6 % - 1.049 ha landwirtschaftliche Nutzfläche
16,1 % -    955 ha Grünflächen
14,5 % -    864 ha Siedlung und Verkehr
 0,7 % -      41 ha  Wasserfläche
 1,6 % -      95 ha sonstige Fläche
Höhenlage Stadtmitte:   285 m N.N.
Dreißigacker: 430 m N.N.
Herpf:          320 m.N.N.
Verkehrsanbindungen Straße: A 71  Erfurt-Schweinfurt
              B 19  Eisenach-Würzburg
              B 89  Hildburghausen, Sonneberg
              B 280 Zella-Mehlis

Schiene: im Stundentakt in alle Richtungen

Handel und Industrie verarbeitendes Gewerbe, Präzisions- und Sonder-
maschinenbau, produzierende Branchen,
Baugewerbe und Baunebengewerbe sowie
Handel und  
Dienstleistungen
Gesundheits- und Sozialwesen Helios Klinikum, Geriatrische Fachklinik,
Ärzte aller Fachrichtungen,
3 Alten- und Pflegeheime,
3 Einrichtungen für altersgerechtes Wohnen, 
7 Kindertageseinrichtungen
Bildung 3 Grundschulen,
2 Regelschulen,
2 Gymnasien, 
3 Berufsschulen, 
3 Förderschulen,
Bildungszentrum der Thüringer Polizei und Fachbereich Polizei der Thüringer Verwaltungsfachhochschule
Kultur Das Meininger Theater, zahlreiche Museen, Galerie,
Bibliothek, Volkshochschule, Musikschule, Kunst- und Kreativschule
Freizeit und Erholung Freibad, Hallenbad, Sportplätze, Multihalle,
Tennisanlage, Kegelanlagen,
Kanusportanlage
Tourismus ehemalige Residenzstadt, Theater,
Dampflokwerk, Museen

Aus der Stadtgeschichte

982 Erste urkundliche Erwähnung;
Kaiser Otto II. übergibt sein Königsgut Meiningen dem Stift Sankt Peter und Alexander in Aschaffenburg
1008 Kaiser Heinrich II. gibt Meiningen dem Bistum Würzburg als Lehen
Bis auf kurze Unterbrechungen bleibt Meiningen ein halbes Jahrtausend in diesem Herrschaftsbereich
1230 Meiningen wird erstmals in einer Urkunde als Stadt bezeichnet
1344 Kaiser Ludwig der Bayer verleiht Meiningen die Rechte der Freien Reichsstadt Schweinfurt
1478 Aufstand der Bürger gegen den privilegierten Rat, in dessen Folge die Rechte der Stadt durch den Bischof von Würzburg stark beschnitten wurden
1509-1511 Wiederaufbau der 1432 zerstörten Burg durch Bischof Lorenz von Bibra
1525 Niederlage der Stadt, die sich im Bauernkrieg dem Bildhäuser Haufen angeschlossen hatte
1542 Die Grafen von Henneberg tauschen beim Bischof von Würzburg das Amt Mainberg gegen Meiningen ein
1583 Das Geschlecht der Grafen von Henneberg stirbt aus und anschließend fällt Meiningen laut Erbvertrag an die verschiedenen Linien des Hauses Wettin
Ende 16./
 Anf.17.Jh.
Meiningen erlebt durch die Barchent- und Leinenweberei einen wirtschaftlichen Aufschwung
1632 Die Stadt wird im Dreißigjährigen Krieg geplündert und die Bevölkerungszahl verringert sich um die Hälfte
1660 Meiningen kommt zum Herzogtum Sachsen-Altenburg
1672 Wechsel zum Herzogtum Sachsen-Gotha
1680 Durch Aufteilung des Herzogtums Sachsen-Gotha wird Meiningen zur Residenz des neu gebildeten Herzogtums Sachsen-Meiningen
1682-1692 Bau von Schloss Elisabethenburg
1763 Herzogin Charlotte-Amalie (1730-1801) übernimmt nach dem Tod ihres Mannes Anton Ulrich die Regentschaft des Landes und leitet einen Wechsel in der Geschichte des Herzogtums ein, den ihre Söhne Karl (1754-1782) und Georg I. (1761-1803) mit zahlreichen Reformen fortführen
1782-1783 Friedrich Schiller kommt auf seiner Flucht aus Stuttgart am 7. Dezember 1782 in Meiningen an und reist weiter in seinen Asylort Bauerbach
1831 Eröffnung des Meininger Hoftheaters
1858 Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie im Werratal
1866 Mit dem Ausgang des Krieges zwischen Preußen und Österreich muss Herzog Bernhard II. Erich Freund die Regentschaft an seinen Sohn Georg II. (1826-1914) abtreten
1874-1890 Gastspielreisen der Schauspieltruppe Herzog Georg II., die mit ihren spektakulären Inszenierungen Meiningen in ganz Europa bekannt machte
1874 Ein Brand vernichtet große Teile der Altstadt, Wiederaufbau bis ca. 1880
1880-1885 Mit Hans von Bülow an der Spitze wird die Meininger Hofkapelle zu einem der gefragtesten Orchester in Europa und begibt sich ebenfalls auf Gastspielreise
1908 Brand des Meininger Hoftheaters
1909 Eröffnung des neuen Hoftheatergebäudes
1918 Der Soldaten- und Arbeiterrat zwingt Bernhard III. zur Abdankung
1920 Meiningen wird Kreisstadt im Land Thüringen und behält diesen Status trotz mehrfacher Veränderung des Kreisgebietes und der politischen Strukturen bis heute
1945 Teile der Stadt werden bei einem Bombenangriff zerstört, 200 Bürger fallen dem Angriff zum Opfer;
Meiningen wird zunächst von amerikanischen und dann von russischen Truppen besetzt
1949 In Meiningen wird die erste Poliklinik des Landes Thüringen gegründet
1973 Einrichtung einer offiziellen Grenzübergangsstelle (GÜST) zwischen der DDR und der BRD im Meininger Sperrgebiet
1988 Beginn der Städtepartnerschaft mit Neu-Ulm in Bayern
1989

Öffnung der nur 12 km entfernten Grenze und damit Aufhebung der 40jährigen Abschottung der Stadt nach Westen und Süden
1990-1994 Erschließung des Gerwebegebietes Meiningen-Dreißigacker, mit 90 ha eines der größten in Südthüringen
1991

Vereinbarung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Obertshausen und Meiningen;
Abzug der Truppen der Roten Armee (Meiningens Ende als Garnisonsstadt)

2010/2011 Generalsanierung des 1909 erbauten Meininger Theaters

Stadtwappen

Ihr Wappen zeigt im einfachen, unten gerundeten Schild in Blau eine von fünf silbernen rotbedachten Türmen überragte silberne Stadtmauer, in deren offenem Tor auf goldenem Grund eine rotbewehrte nach rechts gewandte schwarze Henne auf grünem Dreiberg steht.

(§ 2 Abs. 2 der Hauptsatzung der Stadt Meiningen)

Ortsteile

Zum Stadtgebiet Meiningen gehören zwei Ortsteile: Dreißigacker und Herpf.
In beiden Ortsteilen berät ein Ortsteilrat mit acht gewählten Vertretern sowie der Ortsteilbürgermeisterin als Vorsitzender über die Angelegenheiten des Ortsteiles und gibt Empfehlungen und Vorschläge für den Stadtrat.

Ortsteil Dreißigacker

Der Ortsteil Dreißigacker wurde 1990 eingemeindet, hat ca. 1.400 Einwohner und liegt auf einer Hochebene ca. 1 km südwestlich der Stadtmitte. Sehenswert sind im alten Ortskern das heute bewohnte Schloss, das Dorfgemeinschaftshaus Langer Bau und die Dorflinde. Mit einer Kindertageseinrichtung und einem Seniorenheim finden sich auch soziale Einrichtungen im Ortsteil. Das gesellschaftliche Leben wird durch den Sport- und Feuerwehrverein bereichert, die zum Beispiel jährlich eine traditionelle Kirmes veranstalten. Im Gewerbegebiet Dreißigacker haben sich zahlreiche Firmen, vor allem in den Bereichen Mikroelektronik und Präzisionsmaschinenbau angesiedelt. Außerdem haben die Helios Klinik und zahlreiche weitere medizinische Eirichtungen und Fachpraxen ihren Sitz im Ortsteil Dreißigacker. Die Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises Schmalkalden-Meiningen befindet sich ebenfalls dort.
Ortsteilbürgermeisterin ist seit 2009 Anneliese Reukauf.

Ortsteil Herpf

Der Ortsteil Herpf zählt seit Dezember 2010 zum Stadtgebiet Meiningen. Neben den zahlreichen restaurierten Fachwerkhäusern prägt die Dorfkirche auf einer kleinen Anhöhe das Ortsbild. Sie zeugt auch heute noch von den mittelalterlichen Wehranlagen. Herpf hat derzeit ca. 950 Einwohner. Die Grundschule und das Kulturhaus gehören ebenso zum gesellschaftlichen Leben wie die verschiedenen Feste (Lindenfest, Sommerfest, Kirmes, Weihnachtsmarkt), mit denen die örtlichen Vereine die Traditionen pflegen.
Ortsteilbürgermeisterin ist Petra Jungk.